Walckenaeria alticeps

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Walckenaeria alticeps (Denis, 1952)
Großes Hornzierköpfchen
Walckenaeria alticeps ausschnitt.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Walckenaeria (Zierköpfchen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:013229
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten VU
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlinmh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württemberg V
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteinh===*
[NO] Norwegen LC
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Wideria alticeps

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,4–2,8 mm, Männchen 2,3–2,65 mm (Roberts 1993).

Beine: Gelblich hell Tibia Ⅰ und Ⅱ in der Regel grau. Wiehleformel: 2-2-1-1. TmⅠ-Bereich 0,45 – 0,54 mm. (Roberts 1993)

Männchen

Wichtiges Abgrenzungsmerkmal zu der sehr ähnlichen Art W. antica ist der Durchmesser der Embolusschlaufe des Pedipalpus. Laut Roberts gelten folgende Maße für die jeweilige Art (Roberts 1993):

  • d= 0,21–0,24 mm → W. antica
  • d= 0,27–0,31 mm → Walckenaeria alticeps

Die Unterschiede liegen damit im Zehntel-Millimeterbereich und erfordern Präzision bei der Messung.

Weitere Unterscheidungen der Pedipalpenspitze nach Løvbrekke:

Walckenaeria alticeps W antica Embolus tupp HLovbrekke.jpg Die Palpenspitze bei Walckenaeria antica ist rundlicher als bei Walckenaeria alticeps und die Embolusspitze biegt sich etwas von der Spitze weg.

Ähnliche Arten

Weibchen

Walckenaeria antica ist auch genital schwierg zu unterscheiden.

Unterscheidungen der Vulva (dorsale Sicht) nach Løvbrekke:

Walckenaeria alticeps vulva dorsalt.jpg Siehe Zeichnung.

Eine ähnliche Epigyne hat auch Silometopus bonessi.

Etymologie

Alticeps ist abgeleitet aus dem Latein: Altus (hoch) und caput (der Kopf) und nimmt Bezug auf die erhöhte Kopfform des Männchens (Parker 1999).

Lebensraum

Im Birkenbruch und in der Nähe von lichten Birkenwäldern an der Ostseeküste; sonst in Wäldern, Gehölzen und Knicks vereinzelt gefunden; hemiskotophil, hemihygrophil (Reinke & Irmler 1994).

Verbreitung

In Europa verbreitet (World Spider Catalog 2015).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2012): Spinnen Europas. Version 01.2012. Online https://www.araneae.nmbe.ch, doi:10.24436/1.
  • Parker JR (1999): Names of Spiders. British Arachnological Society – Member's Handbook 1.1, S. 1–18.
  • Reinke HD & Irmler U (1994): Die Spinnenfauna (Araneae) Schleswig-Holsteins am Boden und in bodennaher Vegetation. Faun.-Ökol. Mitt. Supplement 17, S. 1–147, ISSN 0430-1285.
  • Roberts MJ (1993): The Spiders Of Great Britain And Ireland, Volume 2. Linyphiidae and Check List. Harley Books. ISBN 978-0946589463, 204 S.
  • World Spider Catalog (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16, abgerufen am 2015-03-18, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise